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1449 wurde Graf Jos Niklas I. für volljährig erklärt. Seine Zeitgenossen nannten ihn „Graf Jos im Bart" oder nach seinem Lieblingsschwur „Potz Natter" den „Natterer". Er verlegte seine ganze Kraft auf den Wiedererwerb der seinen Vorgängern entfremdeten Rechte und Güter. Auch der Stadt Hechingen, wo er seinen Wohnsitz nahm, kam seine weise Verwaltung zugute. Sein Hauptziel war der Wiederaufbau der Burg Zollern. Die Zimmerische Chronik sagt von ihm, er sei „ain rechter Erdenwurm gewesen, dem nit erden und lands genug werden konnte". 1453 Am 17. Januar gestattete Kaiser Friedrich auf Betreiben des Markgrafen Albrecht Achilles von Brandenburg den Wiederaufbau der Burg Zollern, den Jos Niklas sofort tatkräftig in die Wege leitete. 1454 kam Herzog Albrecht von Österreich mit 1500 Rittern aus seiner Grafschaft Hohenberg und sorgte durch seinen Schutz für einen raschen und ungestörten Fortgang der Bauarbeiten. 200 Pferde zogen die Karren, durch die Jos Niklas das Baumaterial auf den Berg schaffen ließ. Hechingen erlebte in seinen Mauern eine Zusammenkunft des Adels aus Schwaben und anderen deutschen Gauen, der zum Wiederaufbau der Burg beitragen wollte, Selbst Burgund und Polen steuerten bei. Am Tage St. Urban, 25. Mai, geschah die feierliche Grundsteinlegung zum Neubau der Burg. Als Teilnehmer werden Herzog Albrecht von Österreich, Markgraf Albrecht Achilles von Brandenburg, Markgraf Karl von Baden und viele schwäbische Adlige genannt. Auch Herzog Philipp von Burgund soll anwesend gewesen sein. Nach der Volksüberlieferung trug Albrecht Achilles den Grundstein zu dem nach ihm benannten Markgrafenturm eigenhändig auf den Berg. Dort wurde unter einem Zelt eine Messe gelesen. Herzog Albrecht legte den Grundstein, Graf Jos Niklas stellte sich darauf. Um den Stein herum wurde die Banner von Österreich, Brandenburg und Baden aufgepflanzt. Die Werkzeuge waren aus Silber und mit Wappen geschmückt. Graf Heinrich von Fürstenberg trug den Mörtel, der Freiherr von Brandis rührte ihn um. Nach dem Morgenimbiß hielten acht Grafen und Freiherren am Fuße des Zollerberges auf dem Brühl ein Turnier. Vierzehn Tage lang lag die Kriegsmacht des Herzogs von Österreich zum Schütze der Bauarbeiten vor dem Zollern und anschließend in Rottenburg. Die Reichsstädte konnten dem Wiederaufbau nichts mehr anhaben. |
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