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Prinzessin Kira Auguste Viktoria Friederike von Preussen wurde am 27. Juni 1943 als viertes von sieben Kindern des Prinzen Louis Ferdinand von Preussen (1907-1994) und seiner Gemahlin, der russischen Grossfürstin Kira Kirillowna (1909-1967) im westpreußischen Cadinen geboren. Sie war die Urenkelin des letzten deutschen Kaisers Wilhelms II. Am Ende des Zweiten Weltkriegs floh die Familie zunächst nach Potsdam, im Anschluss daran nach Bad Kissingen, wo sie für drei Jahre lebte. Später ließ sich die Familie in Bremen nieder. Prinzessin Kira studierte Sprachen (Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch und Russisch) an den Universitäten in Berlin und Erlangen. Dieses Studium war die Basis für ihre beruflichen Laufbahn als Sprachlehrerin. Sie gab Privatunterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von 1973 bis 1984 war sie mit den Amerikaner Thomas Frank Liepsner verheiratet. Aus der Ehe ging eine Tochter hervor, die 1977 geborene Kira Marina Durch familiäre Bande und die sehr guten Kenntnisse der Sprache pflegte sie enge Kontakte zu Rußland. Musik war zeitlebens ihre große Leidenschaft. So lag ihr der Austausch von russischen Musikschülern am Herzen, und sie ermöglichte ihnen Aufenthalte und Förderungsmöglichkeiten in Deutschland. Überhaupt engagierte sich die Kaiser-Urenkelin stark im Stiftungswesen. Besonders am Herzen lag ihr die Prinzessin-Kira-von-Preussen-Stiftung, die ihre 1967 im Alter von 58 Jahren gestorbene Mutter ins Leben gerufen hatte. Prinzessin Kira lud jedes Jahr im Sommer bedürftige Kinder aus dem russischen St. Petersburg, aber auch aus Berlin und Brandenburg zu einem 14-tägigen Ferienaufenthalt auf die Burg Hohenzollern ein. Die ersten Kindergruppen waren 1954 per Luftbrücke aus dem zerstörten Berlin eingeflogen worden. Inzwischen haben schon über 11 000 bedürftige Kinder auf Einladung der Prinzessin-Kira-von-Preussen-Stiftung auf der Burg Urlaub gemacht. Nach dem Tod ihres Vaters Prinz Louis Ferdinand von Preussen im Jahr 1994 übernahm Prinzessin Kira seinen Sitz im Kuratorium der Musikfestspiele „Kissinger Sommer" in Bad Kissingen. Auch hier gelang es ihr, Auftrittsmöglichkeiten für junge russische Künstler zu schaffen. Unmittelbar vor ihrem Tod gründete sie die „Kira Prinzessin von Preussen Musik- und Kulturstiftung".
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