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Kronprinzessin Cecilie wurde als drittes Kind des mecklenburgischen Großherzogs Friedrich Franz III. und dessen Gemahlin Anastasia, einer russischen Großfürstin, am 20. September 1886 im Schweriner Schloß geboren. Nach einer vorwiegend in Mecklenburg, Südfrankreich und Rußland verbrachten Kindheit und Jugend lernte sie im Sommer 1904 Kronprinz Wilhelm, den ältesten Sohn Kaiser Wilhelms II. kennen, mit dem sie sich wenig später als 17-Jährige verlobte. Die Hochzeit der beiden wurde am im Juni 1905 unter großer Prachtentfaltung vier Tage lang in Berlin gefeiert. Aus der Ehe gingen sechs Kinder, darunter Prinz Louis Ferdinand (1907-1994), der nachmalige langjährige Chef des Hauses Preußen, hervor. Die Familie des Thronfolgers lebte zunächst im Potsdamer Marmorpalais, bis sie 1917 das nach der Kronprinzessin benannte Schloß Cecilienhof beziehen konnte. Durch ihr unkompliziertes, freundliches Wesen avancierte Cecilie in kürzester Zeit zu einem der beliebtesten Mitglieder des Kaiserhauses. Sie zählte zu den elegantesten Damen der Kaiserreiches und wurde zum modischen Vorbild für die Damenwelt. Nach dem Ersten Weltkrieg ging der Kronprinz, wie sein Vater, ins Exil nach Holland, aus dem er 1923 zurückkehrte. Seine Frau Cecilie lehnt es ab, ins Ausland zu gehen, und widmete sich von nun an der Erziehung und Ausbildung ihrer sechs Kinder, mit denen sie vorwiegend im schlesischen Oels in der Nähe von Breslau lebte. Zudem war sie karitativen und kulturell tätig, ganz in der Tradition der 1921 verstorbenen Kaiserin Auguste Victoria. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zog sie sich gezwungenermaßen weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück. Die musikliebende Kronprinzessin veranstaltete Hauskonzerte und entwickelte Schloß Cecilienhof zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt. 1945 floh sie schließlich vor der herannahenden sowjetischen Armee nach Bad Kissingen, wo sie die ersten Nachkriegsjahre in äußerst bescheidenen Verhältnissen verbrachte, bevor sie sich 1952 in Stuttgart niederließ. In den letzten Lebensjahren litt sie zunehmend unter gesundheitlichen Problemen. Cecilie starb am 6. Mai 1954 in Bad Kissingen und wurde neben ihrem bereits drei Jahre zuvor verstorbenen Mann im so genannten „Offiziersgarten" auf der St. Michaelsbastei der Burg Hohenzollern beigesetzt.
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